Über den Anfang (2015-02-10)
Der Anfang ist ein schönes Bild. Es macht das Leben einfach. Er ist ohne Vorbedingung, beinahe alternativlos;-)
Tatsächlich war der Anfang der Anfang der Bewußtwerdung. Wenn Du einen Spritzer Öl ins warm werdende Spaghettiwasser gibst, bekommst Du Tropfen. Dann schau gut zu. Je mehr das Wasser in Bewegung kommt (-> Tektonik) bilden sich Länder, die sich dann zu Kontinenten zusammentun und später vielleicht zu einer einzigen großen Landmasse. Irgendwann wird die Bewegung im Topf so groß, daß sie alle Strukturen wieder zerstört. Es bleiben nichts als Tropfen. Wieder ein Kreislauf!
Ich glaube, daß es keinen Anfang gibt. Es wäre ein Beginn ohne Vorbedingungen. In unserer Welt ist das schwer vorstellbar. Der Anfang ist vielmehr ein menschengemachter Modellstart: Der Anfang wird willkürlich irgendwo hin gelegt, damit's mal losgeht.
Wenn es keinen Anfang gibt, gibt es auch kein Ende. Es gibt einen Übergang. Es gibt das Werden und Vergehen. Es gibt Kreisläufe, Delfinstrategien, die Idee der Balance.
Insofern ist die Idee, daß die Erde ein riesiger Computer ist, der die letzte Frage herausbekommen soll, durchaus nicht abwegig. Vielleicht ist die Antwort 42 etwas hoch gegriffen (hast Du Dein Handtuch immer dabei?).
shorty2 am 10. Februar 15
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Wettbewerb (2013-12-04)
Aufgewachsen mit dem Wettbewerb der politischen Systeme von Ost und West fragte man sich, ob Wettbewerb systemimmanent ist. Die Antwort lautet unbedingt Ja!
Denn für jedes Tun gibt es einen Antrieb, sonst unterließe man es. Das ist so zu sagen die biologische Tektonik. Weiter - höher - schneller! Die Erkenntnisse der Grenzen des Wachstums des Club of Rome haben erstmals die Gefahr dieses Verhaltens aufgezeigt. Man zählt in Jahrzehnten: Heute machen wir rüber zum Mars.
shorty2 am 10. Februar 15
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Tod (2013-12-02)
Du mußt eine Einstellung zu ihm finden.
Er ist endgültig. Danach kommt nichts. Und es treibt einem die Tränen in die Augen: Es wird auch nichts bleiben, außer ein paar Erinnerungen hier und da, für einige Zeit, von einigen Leuten.
Welche Bedeutung hat die Ameise vor mir? Keine? Doch, sonst wäre sie eine Einbahnstrassensackgasse der Evolution! Vielleicht Teil eines größeren Ganzen? Teil der weltweiten Kraft, die die Erde immer in Bewegung, in Veränderung hält, ohne die kein Leben auf diesem Planeten existieren würde? So etwas wie lebendige Tektonik.
Und wenn die Ameise dazugehört, dann sicher auch der Mensch, der seinen Beitrag zur Veränderung der Umwelt macht. So viel effizienter, so viel großartiger und weitreichender. Wir verheizen den Ball, auf dem wir sitzen. Deshalb müssen wir auch so schnell wie möglich runter von der Kugel, weil wir hier zum Untergang bestimmt sind. Ach, da ist er wieder, einer der ewigen Kreisläufe. Werden und vergehen!
shorty2 am 10. Februar 15
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Vereinnahmung (2013-11-11)
Die Kanzlerin äußert sich zum Abhörskandal 2013: "Das ist für uns alle Neuland!".
Von dieser Vereinnahmung fühlt man sich eindeutig weniger repräsentiert als ihr ausgeliefert.
shorty2 am 10. Februar 15
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Schwerpunkte (2013-11-11)
Der Wahlkampf war ein Wahlkrampf. Die Kanzlerin fand: "Deutschland geht es gut - und so soll es bleiben!". Klingt wie eine Losung aus ner anderen Zeit.
Macht macht blind für
- bürgerliche Freiheitsrechte
- Antibiotika in Schweinen und Hühnern
- Deutschland ist Exportweltmeister, aber unten kommt nix an
- schlanke Verwaltung und schlankes Parlament
Statt dessen Flaggenmanagement und Fahrlehrerausbildung nach 6 Wochen Koalitionsverhandlungen. Distanzlosigkeit bekommt eine neue Qualität. Man meint es trotzdem ernst und tourt werbend durch die Abstimmungslokale der SPD. Währe es gesteuert, wäre es genial. Leider ist es das nicht.
shorty2 am 10. Februar 15
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